Starman

Gestatten, Starman. Er weiss alles über Geschlechtskrankheiten und hilft dir, sie zu erkennen und wenn nötig zu behandeln. Denn oft sind die häufigsten Geschlechtskrankheiten nur schwer erkennbar. Genau deshalb gibts im Mai die Gratis-Tests auf Syphilis, Chlamydien und Tripper. Starman ist für dich da, lass dich jetzt testen.

Für Männer, die Sex mit Männern haben. Lass dich vom 1. bis 31. Mai gratis testen. Auch wenn du dich rundum gesund fühlst.

Die fünf häufigsten Geschlechts­­krankheiten

Syphilis

Syphilis ist eine sexuell übertragbare Krankheit, verursacht durch Bakterien. Sie verläuft in drei Stadien mit vielfältigen Anzeichen. Sie beginnt mit kleinen Knoten und Geschwüren an der Stelle, wo die Ansteckung stattfand. Eine Übertragung findet in der Regel beim direkten Kontakt mit einem Syphilis-Geschwür statt. Das kann bei sämtlichen Sexpraktiken vorkommen: Ficken, Fingerspielen, Arschlecken, Toys, Fisting. Sogar beim Küssen, wenn ein Syphilis-Geschwür im Mund des Sexpartners ist. Safer-Sex kann das Risiko mindern.

In den ersten beiden Stadien ist Syphilis gut mit Penicilin heilbar. Die Schäden im dritten Stadium sind jedoch nicht mehr rückgängig zu machen, auch wenn die Bakterien durch Medikamente abgetötet werden. Bei einer Ansteckung ist die Behandlung der Sexualpartner wichtig. Ansonsten stecken sich die Partner trotz einer Behandlung erneut gegenseitig an (Ping Pong-Effekt). Kondome beim Ficken und Blasen sind ein wichtiger, aber kein vollständiger Schutz. Gerade bei Männern befinden sich häufig an der Peniswurzel Geschwüre, die vom Kondom nicht abgedeckt werden.
Es gibt unterschiedliche Tests auf Syphilis. Sexuell Aktive sollten sich jährlich mindestens einmal darauf testen lassen.

Chlamydien

Chlamydien sind Bakterien (Chlamydia trachomatis). Infektionen mit Chlamydien gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten (STI). Betroffen sind meist junge Männer und Frauen unter 25 Jahren sowie allgemein Männer, die Sex mit Männern haben. Viele haben Chlamydien, ohne es zu merken. Die Chlamydien lassen sich in den Schleimhäuten von Harnröhre, Rachen und Enddarm, im Sperma sowie in geringer Konzentration auch im Urin und im Lusttropfen nachweisen. Die Ansteckung erfolgt beim Blasen oder Ficken. Bei Männern führen Chlamydien häufig zu einer Harnröhren-Entzündung. Typische Anzeichen sind eitriger Ausfluss, Schmerzen beim Wasserlassen und Jucken in der Harnröhre. Breitet sich die Ansteckung weiter aus, kann es zu Entzündungen der Prostata und der Hoden kommen. Behandelt wird sie mit Antibiotika. Der Partner sollte unbedingt mitbehandelt werden.

Tripper

Tripper (Gonorrhö) wird durch Bakterien verursacht. Typisch für einen Tripper ist der eitrige Ausfluss. Ein Tripper kann bei fast allen sexuellen Praktiken übertragen werden. Für eine Ansteckung ist ein direkter Kontakt von Schleimhäuten (z.B. Harnröhre, Enddarm, Rachenwand oder Augenbindehaut) mit ansteckendem Sekret erforderlich. Bei schwulen Männern ist die Schleimhaut im Arsch ein häufiger Ansteckungsort.

Mögliche Symptome: Rötung und Schwellung am Ausgang der Harnröhre, Brennen beim Wasserlösen, wässriger, später schleimig-eitriger Ausfluss, allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber, Halsschmerzen oder Rötung der Rachenwand. Unbehandelt kann sich die Entzündungin Prostata und Nebenhoden weiter ausbreiten. Anzeichen sind dumpfe Schmerzen zwischen Hodensack und Arsch respektive schmerzhafte Schwellung des Hodensacks. Ein Tripper wird mit Antibiotika behandelt. Sexualpartner sollten ebenfalls behandelt werden, um einen Ping-Pong-Effekt zu verhindern. Die Checkpoints helfen weiter.

Hepatitis

Hepatitis ist eine Entzündung der Leber, verursacht durch Hepatitis-Viren. Die Hepatitis-Viren A, B und C können beim Sex übertragen werden und sind um ein Vielfaches resistenter und ansteckender als HIV. Gerade für schwule Männer ist es deshalb wichtig, sich vor einer Infektion zu schützen: mit einer Impfung vor Hepatitis A und B sowie dem richtigen Verhalten vor Hepatitis C. Dabei gilt:

Impfen gegen Hepatitis A und B

  • Kein Teilen von Schnupfröhrchen, Spritzen, Zahnbürsten, Rasierklingen, Sextoys, Fisthandschuhen und Kondomen, keine Banknoten zum Schnupfen benutzen
  • Für jeden Partner ein neues Kondom/neue Fisthandschuhe verwenden
  • Immer den eigenen Gleitmitteltopf benutzen

Lasse dich bei deinem Hausarzt oder bei einer dieser Adressen gegen Hepatitis A/B impfen.

Hepatitis und HIV:

Bei HIV-positiven Menschen kann eine Hepatitis schneller und schwerer verlaufen.

HIV-Positive, die gleichzeitig mit HCV infiziert sind, haben rund zehnmal mehr Hepatitis-C-Viren im Blut als Menschen ohne HIV-Infektion. Zudem schreitet die (durch die Hepatitis bedingte) Leberschädigung schneller voran, und zwar je schneller, desto weiter die HIV-Infektion fortgeschritten ist.

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HIV

HIV ist die Abkürzung für Human Immunodeficiency Virus (Menschliches Immun- oder Abwehrschwäche-Virus) und kann in Blut, Sperma, Lusttropfen und Schleimhäuten (Darmschleimhaut) infizierter Menschen vorkommen. Wird eine HIV-Infektion nicht behandelt, führt sie zu Aids. Eine HIV-Infektion ist nicht heilbar, aber die Einnahme einer antiretroviralen Therapie (ART) kann eine HIV-Infektion kontrollieren und den Ausbruch von Aids verhindern. HIV-positive Menschen, die eine wirksame antiretrovirale Therapie einnehmen und deren Viruslast nicht mehr nachgewiesen werden kann, geben das Virus beim Sex nicht mehr weiter.

Übertragungswege:  Am häufigsten wird HIV beim ungeschützten Analverkehr übertragen. Dies, weil die Darmschleimhaut geschädigt werden kann und so eine Übertragung möglich wird. Das gilt für den eindringenden (aktiven) wie den empfangenden (passiven) Partner, unabhängig davon, ob abgespritzt wird oder nicht. Beim Blasen (Oralverkehr) besteht kein Risiko, solange kein Blut oder Sperma im Spiel ist.

Mehr zum Verlauf der HIV-Infektion
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